Archiv

Danke Lunchen

Meine Gedanken sind das Einzige, das gegen euch rebellieren kann, ohne dass ihr mich dafür bestraft.

Meine Kritik ist Dir zu hart, zu unverpackt? Wie kannst Du in einer Welt leben, die noch härter, noch unverpackter in ihrer Grausamkeit der Tatsachen ist?

Im Absurden liegt oft das logischste Verhalten der Menschen


Es ist ein großes Geschenk, wenn Du an den Gedanken anderer teilhaben darfst

Ich danke für das Geschenk des Schreibens

Wert des Menschen

Man gab dir zu Anfang das Leben roh
Und trichterte ein: „So sei du doch froh“
Die Bibel, sie ließ dich stets dies glauben:
„Lass dich deines Wertes nicht berauben!“

Doch dieser Wert, so stelltest du fest
Wird hergestellt bei einem Test,
Der immer sich nur wiederholt
Und Ehre gibt oder verkohlt

Hast du ihn einmal nicht bestanden
Kannst nirgends mehr du dann noch stranden
Denn alle Wege sind versperrt
Was dir das Leben sehr erschwert

Gefühl des Frustes macht sich breit
Zum nächsten Test bist’ nicht bereit
Und du erkennst, wie soll’s auch sein
Der Wert, den du hast, der ist kein

Doch gibt es auch noch andres hier
Man schafft es nicht durch bloße Gier
Es ist der Wert, den du erhieltst
Als du in Mutters Arme fielst

Doch selten nur wird das erkannt
In unserm schönen deutschen Land
Denn Test und Prüfung muss halt sein
Um einzuschätzen gut’s Völkelein

Denn nur die besten kommen dran
Die andern stellen sich bloß an
Wo Reihen ohne Ende sind
Es nützt da auch nichts das „Geschwind“

So wundert es alle die stille Tat
Des Untermieters dort im Bad
Als er sich Adern entzwei schnitt
Nicht bloß weil’s Messer ihm entglitt
Alternativ: (Als er sich Adern schnitt entzwei
Und’s aus war mit der Prüferei)

Was ist die Moral von der Geschicht
Ach ich vergaß, es gibt sie nicht
Denn weiter wird getestet werden
In aller Welt und auch auf Erden


Hoffnungslosigkeit

In einer Welt, in der die Wissenschaft
Die Gläubigen erstickt und wo
Im Jammertal der Mensch
Kein Lichtstrahl mehr erblickt

In einer Welt, in der das böse Wort
Aus Leichtsinn wird gesagt und
Die Entschuldigung auf morgen
Oder später wird vertagt

In einer Welt, in der nur Zahlen
Dir sagen, was du bist und
Den Charakter ein jedermann
Leider viel zu schnell vergisst

Da gibt es keine Zuversicht und
Nicht einmal gibt dein Gesicht
Das böse blickt mir Hoffnung her
Deshalb ist’s Leben auch so schwer


Farbenblind

Ein grauer Baum, noch nie gesehn
Soll hinten um die Ecke stehn
Das hat sie mir gerad gesagt
Und ich es nicht auf gleich vertagt

Dort hinzugehn und anzusehn
Um es auch selbst doch zu verstehn
Doch was ich sah, ich glaubt es nicht:
Da hinten stand ne grüne Ficht!

Ich fragte sie: „Was lügst du rum?“
Und nahm es ihr auch ganz schön krumm,
Dass sie mich angelogen hatt'
Ich war davon so ziemlich matt.

Zur Antwort gab sie dieses hier:
“Was suchst du auch, mit deiner Gier?
Ich sehe alles nur noch grau
Selbst frisches, weißes Morgentau“

Ich dachte mir: „Wie kann das sein?
Das bildet sie sich doch nur ein!
Ne graue Welt, wie geht denn das
Die macht bestimmt einfach nur Spaß“

Doch dann erneut, sie brachte an
„Da steht ne graue Eisenbahn“
Ich sah sie an, die Bahn war rot
Genau wie’s Mädchen, es war tot

Verliebtheit

Als du erschienst, war alles hell
Ich fing das Feuer viel zu schnell
Geblendet war ich von dem Licht
Das alle dunklen Schatten bricht

Dein Wesen schien gar wundersam
Du machtest mich ganz zärtlich zahm
Ein neuer Mensch, der war gebor'n
Um dich zu lieben auserkor'n

Wie's Schicksal wollt', bekam ich dich
Und du, du liebtest wohl auch mich
Doch wir bemerkten beide nicht
Dass eine Sach' in uns zerbricht

Wo war er, heller Engelsschein?
Seit ich dich kannte, war er dein
Ganz plötzlich war er nicht mehr da
Und du, du nicht mehr wunderbar

So traten wir in Scherben rum
Und fragten uns unschuldig dumm
Was bloß mit uns geschehen war
Denn uns, uns war ja nichts mehr klar

Die Trennung kam, ich ließ dich geh'n
Ich kann bis heute nicht versteh'n
Warum dein Glanz dem Alltag wich
Und uns're Lieb' so schnell verstrich


Wahre Klugheit

Ich bin ein weiser kluger Mann
Schau her, was ich schon alles kann!
Ich weiß so viel, du glaubst es kaum
Du schwarzer Mann neben dem Baum

Ich hab gelesen viel Lektüre
Und nun das Wissen, wie's gebühre
Ich las zum Beispiel wie es schmeckt
Wenn Mann der Frau die Zunge leckt

Es soll auch geben arme Leute
Da zählt schon primitive Beute
Die sie beim Jagen hungrig fangen
Weil sie um's Überleben bangen

Desweit'ren habe ich gehört
Und deshalb bin ich schon empört
Dass Menschen sich aus Liebe hassen
Und sich deshalb schon mal verlassen

Ich bin kein weiser kluger Mann
Doch hör', was ich erzählen kann
Hab viel erlebt, du glaubst es kaum
Während du spielst an deinem Saum

Ich hab noch nie ein Buch gelesen
Bin niemals reich und klug gewesen
Dennoch hab ich mein Weib geküsst
Und sie auch mal schrecklich vermisst

Und Hunger leide ich nicht selten
Weil hier ganz andre Regeln gelten
Und schon geringste Beute zählt
Weil man hier andre Dinge wählt

Und auch schon Streit hab ich erfahren
Deshalb kann ich dir offenbahren
Es gibt sie wirklich, Lieb' aus Hass
Weshalb ich meine Frau verlass'


Du und ich

1
Ist mein du
Und dein ich
Auch dein du
Und mein ich?

Oder ist mein du
nicht dein du?
Und dein ich?
Nicht mein ich?

Ich schätze, dann kennen wir uns noch nicht


2
Könnten du und ich
Und er und sie
Und dich und mich
Und dein und mein

Sich finden zu einem "Uns"
Und werden zu seinem "Wir"?

An den Frühling

Oh Frühling, wie ich dich verehr'
Du bringst mir altes Leben her
Was ich längst hatte tot geglaubt
Vom Winter gänzlich mir entraubt

Schon morgens hör' ich deine Wonne
Entgegen strahlt mir warme Sonne
Ich möcht' nicht liegen, möchte steh'n
Und deines Tages Glanze seh'n

Von Tag zu Tag erwachst du mehr
Ich bin dir dankbar, wirklich sehr
Nun bleib ein Weilchen, halte still
Weil ich dich ganz genießen will

Vergessen kalte Winternächte
Entlaufen sind euch eure Knechte
Vorüber ist die Dunkelheit
Und alles ist zum Tanz bereit

Nun auf, mein Herz, so laufe schnell
Der Tag ist lang, der Tag ist hell
Und nimm, was dir der Frühling gibt:
Natur, die jeden Menschen liebt

Oh Frühling, du bringst mir die Lieb'
Reißt aus mein Herz mit einem Hieb
Und gibst es weiter, wie's gefällt
Du heit'rer, bunter Jahresheld

Ich danke dir mit meinem Stifte
Weil ich so zart mit dir hindrifte
Ich hoff', du weißt, dass ich dich lieb'
Du kleiner schneller Herzensdieb

Es ist nicht einfach

Es ist manchmal nicht einfach
Verliebt in dich zu sein
Du saugst dabei mein Herze
Ganz tief in dich hinein

Doch das nur ganz alleine
Wär' gar nicht mal so schlimm
Du spuckst es aus und reißt es
Wie's dir kommt in den Sinn

Gibst mir die Trümmern wieder
Was soll ich noch damit?
Zu traurig sind die Lieder
Zu tief ist schon der Schnitt

So lass mir meinen Frieden
Denn Blut kann ich nicht seh'n
Lass mich in Ruhe leben
So lass mich endlich geh'n

Dorfleben

Einem Dorf gleicht unser Leben gar
Gerede und Geläut ist immer da
Sie stehn schon hinter den Gardinen
Um sich mit neuem Stoffe zu bedienen

Was du tust ist nie für dich
Du bist ein wir und hast kein ich
Und wunderst dich, wonach du suchst,
Wenn du den nächsten Urlaub buchst

Ein Kommentar bleibt nie erspart
Gepresst wirst du in ein Format
Damit du passt, wie angegossen
So wirst du gut und gern genossen

Und willst du dich hinauf erheben,
Da wird dir schnell die Erde beben:
Sie werden nicht mehr von dir weichen
Weil sie alle dem ander'n gleichen

Empör’n sich gern, was du nur tust!
Ob lachst und schuftest oder ruhst,
Du bist ihnen geschickt entflohen,
Isst gekochte Eier, keine rohen

So etwas wird nicht gern geseh'n,
Da kannst du gleich schon wieder geh'n.
Doch gib nur Acht, tu’s nicht zu schnell,
Was wär ein Hund ohn’ sein Gebell?

Empörung ist alles, was sie haben
Woran sie sich erquicken könn’ und laben
Der Unterhaltung bist du Samen
Für diese Lebensuntertanen.

An den Sommer


Steht auf, erhebt euch, jubelt laut
Auf Frühling sich der Sommer baut
Alles erstrahlt in hellem Glanz
Ein bunter, farbenfroher Tanz

Seht ihr das Mädchen, hübsches Ding,
Es gleicht fast einem Schmetterling
Der wild und fröhlich Runden dreht
Und mit den Augen Sonn' erspäht

Spürt ihr die Wärm' auf eurem Haupt?
Es dauert wohl, bis ihr das glaubt
Dass Sommer ist, freu dich mein Kind
Und laufe aus, geh raus geschwind!

Was sagst du da, es ist zu heiß?
Jawohl, mein Kind, das stimmt, ich weiß
Doch glaube mir, der Hitze Schmerz
Treibt an dein kleines laues Herz

So such dir doch den Schatten nun
Dort kannst du deine Arbeit tun
Doch scheue nicht das Sonnenlicht
Da es dir sonst das Herze bricht

Wenn's quälend ist, und drückt die Brust
So hüte dich vor falschem Frust
So sieh das Licht, mit leuchtend' Kraft
Soll sein Gemütes Lebenssaft

Anklage


Ich gab dir hin mein Leben
Und wollte nichts dafür
Versprachst es gut zu halten
So wie es ihm gebühr'

Was du damit gemacht hast
Will gar nicht reden von
Jetzt gib's zurück, ich stürz' dich
Herab von deinem Thron

Konnt' nicht alleine leben
Doch merkte erst zu spät
Du hast mir nur genommen
Dich mehr noch: aufgebläht!

So war es nicht vermutet
Und gar nicht erst geglaubt
Hast mich ganz unerwartet
Dem Herze auch entraubt

Doch damit ist nun Schluss, jetzt!
Ich hol's mir, glaub mir doch
Zurück will ich mein Leben
Ich komm' aus meinem Loch

An den Herbst

Oh Herbst, du bringst Erquickung mir
Vom Sommer her komm ich zu dir
Wirfst bunte Taler auf mein Haar
Dein' Sonne strahlt so wunderbar

Der Wald, ein einz'ges Paradies
Wie wunderlich ich es genieß'
Du lockst mich gut und gern heraus
Holst mich aus meinem Schneckenhaus

Bedächtig klopfst du bei mir an
Bist wie ein freundlich' guter Mann
Hälst Mantel mir und Hut bereit
Dich aufzunehmen ist gescheit

Du bringst den Ausklang uns herbei
Führst sanft heraus aus Tollerei
Die Sommer stets gegeben hat
Von dir, da werd' ich niemals satt

Du bist die Brücke zwischen Zeiten
Kannst deine Arme mächtig weiten
Versüßest uns den Abschied sehr
Von Sommer, Sonne, Strand und Meer

Zum Winter du gemütlich führst
Und dabei tief uns auch berührst
So gibst du, farbenfrohes Spiel
Ein warmes, schönes Herbstgefühl

An den Winter

Oh, Winter, ich sehn' dich herbei
Dein' Kälte macht mich völlig frei
Du bringst mir Klarheit und Bedacht
Und das ist, was mich seelig macht

Des Herbstes Freude noch in mir
Doch ruhen will ich nun in dir
Sodass ich mich besinnen kann
Melancholie, die ist jetzt dran

Ich möchte lesen und studier'n
Und mein Gesicht mit Schnee mir klär'n
Damit der Geist nach Hohem strebt
Und denkt und tut, und lernt und lebt

Dann geh' ich raus, bestaune dich
In deinem Dunkel fühl' ich mich
Direkt geborgen und beschützt
Das ist ein Ding, das mir was nützt

Doch hast du auch die rauen Zeiten
Die nicht jedem nur Freud' bereiten
Die brauche ich, um zu versteh'n
Auch Sommer muss vorübergeh'n

Erkenntnisreich will ich verlassen
Die dunklen Straßen und die Gassen
Gelehrt hast du mich vielerlei
Ich hoff', du hattest Spaß dabei

Abschied


Was ist mit uns geschehen?
So fragten wir uns oft
Allmählich kommt das Gehen
Ganz anders als erhofft'

Doch nein, ich will nicht weinen
Tut es auch noch so weh
Und du, du sollst nicht meinen
Dass ich mit Herzen geh'

Ich möchte dir jetzt sagen
Wir ham' nix falsch gemacht
Ich hör dich leise fragen
Doch grausam ist die Nacht

So mach es gut, mein Liebster
Denn's Leben ist recht kurz
Ich lass dich hier nun gehen
Damit nicht kommt der Sturz

Wenn dann in vielen Jahren
Dein Name wird genannt
So will ich fröhlich sagen
Den hab ich auch gekannt

Fernes Glück

Ich träum' oft von der Ferne
Die Blaues mir verspricht
Dort wäre ich dann gerne
Bin äußerst sehr erpicht

Doch bin ich erst mal weg hier
Dann jammere ich laut
Kein andr'es Essen schmeckt mir
Bin gar nicht mehr erbaut

Was soll ich davon halten?
Was kann ich denken von?
Warum bin ich gespalten?
Und bei mir nie die Sonn'?

Das Glück, so will mir scheinen
Ist dort, wo ich nich bin
Ich frage mich nun zaghaft
Wo soll ich jetzt noch hin?

Die Arme der Welt

Ein jedes Ding hat sein' Natur
Man darf sie nicht verkennen
So ist es mit der Kreatur
Die ich nun werd' benennen

Der Mensch, ein Wesen, engelsgleich
Hat Fokus auf den Boden
Das ähnelt nicht dem Gottesreich
Das will ich mir nicht loben

Gehört es zur Anatomie
Dass er sich nicht kann strecken?
Was über ihm, erkennt er nie
Wird jämmerlich verrecken

Nicht selten lässt er sich dann aus
Und schimpft auch über Bäume
Dabei vergisst er ihren ihren Saus
Erkennt nicht ihre Räume

Sie strecken ihre Arme aus
Erfüllt von edlen Trieben
Sie wollen aus der Welt heraus
Zurück zu was sie lieben

Ein Baum ist doch der Welten Arm
Der sich erstreckt zum Himmel
Zur Sonne, wo es ist ganz warm
Zum edlen, weißen Schimmel

Ein Lob in jedem Aste steckt
Des Gottes einz'ge Freude
Zwar nie erreicht, doch ewig reckt
Auf dass er nichts vergeude

So Kreaturen, hebt das Haupt
Und tuet eure Pflicht
Denn Gott hat euch viel mehr erlaubt
Doch das, das seht ihr nicht

Liebeserklärung an das Leben


Ich danke dir, dass du bist da
Machst Kreaturen, wunderbar!
Lässt lieben, leiden und versteh'n
Gesetze der Natur einseh'n

Bin dankbar für den Unterricht
Der glücklich macht und's Herze bricht
Bringst mich durch meine Lebenszeit
Durch Schmerz und Glück dazu bereit

Wenn du mich hart getroffen hast
Lief ich schonmal gegen 'nen Mast
Doch danach hast du mir gezeigt
Dass das Ereignis ist verzweigt

Und mich dann bringt zur großen Gab'
Die du mir reichst als gold'nen Stab
Er nennt sich Weisheit, welche Wonn'
Trägt goldesgleiche Farb' der Sonn'

Ich danke dir, mein Leben


(K)ein Unterschied

Nicht ernst, bloß ernsthaftig
Nicht still, aber ruhig
Nicht wortlos, sondern bedacht
Nicht verschlossen, nur kein offenes Buch
Nicht ängstlich, vielleicht ein wenig vorsichtig

Da ist ein Unterschied
Unerkannt?

Abgelehnt. Stempel.
Nächste Akte bitte.

Gedichte

Schreiben Gedichte das Leben oder
Schreibt das Leben Gedichte?

Lebe ich durch Gedichte,
Oder dichte ich durch das Leben?

Leben Gedichte von der Beschreibung des Lebens,
Oder lebe ich davon?

Dichte ich mir etwa das Leben zurecht,
Oder dichtet das Leben Gedichte zurecht?

Kann ein Gedicht das Leben verändern?
Oder verändert eher das Leben ein Gedicht?


Stilmittel der Liebe

Gott Perfektion für die Liebe?
Falsche Allegorie!
Nicht um der Liebe willen, sondern
Um deinetwillen will ich
Dich
Lieben. Du, von schöner, außergewöhnlich
Schöner Gestalt, schwimmst im Meer
meiner Tränen, merkst du?
Ich hab' nicht wenig darunter
Gelitten.
Ich, als Auslöser, nein Grund
Für dein Meer, das du nicht
Bemerkst. Es trägt zu sehr.
Dich.
Mein geliebter Feind und
Verhasster Freund, du zerrst
An meinem Arm, ich denke:
Lieber arm dran als Arm ab.
Und nun tröpfelt der nasse Regen auf
Mich
Hernieder. Der Verstand ist mir
Ein Messer, das Gefühl ein Dolch.
Ich sehe eine weiße Taube,
viel weißer als der Regen nass.

In Liebe


Gewohnheitssache

Ich habe mich schon daran gewöhnt,
Dass ich dich jeden Morgen sehen muss
Ohne zu wissen, was dich bewegt
Und ich habe mich auch daran gewöhnt,
Dass du mir nur flüchtig hallo sagst
Und dann vorbei gehst, ohne mich wirklich zu sehen
Ich habe mich aber nicht daran gewöhnt,
Dass du auch nichts anderes gewohnt bist
Von mir

Mon coeur chaud

J'aime bien regarder la lune
Et je pense que c'est ma fortune
Mais tu dis:"Ne gâche pas ton coeur"
Que tu dis, c'est vraiment horreur

Pourqoui pas regarder sans sens
Ce n'est pas comme une faute immense
Et j'éspère que tu comprends tôt
C'est la lune qui fait mon coeur chaud

J'aime bien te regarder dormir
Et je pense que c'est ma plaisir
Je t'aime et je suis d'avis
Sans regarder, c'était pas ma vie

Alors, je te dis, ma lune
Tu es plus que seulement fortune
T'es l'amour, tu es mon amour
C'est toi que j'aime vivre pour

Ne cherche pas seulement un sens
Je pense que c'est la faute immense
Regarde moi et je peux tromper
C'est l'amour dans laquelle tomber

Phoenix aus der Asche

Du bist reingewaschen, Phoenix
Aus der Asche emporgekommen
Erstrahlst in neu gewonnenem Glanz
Und klopfst dir die Asche vom Haupt

Nein, kein Wasser hat dies bewirkt
Und auch kein tosender Sturm
Du hast dich entschieden, Du hast dich
Entschieden zu einer Wiedergeburt

Asche wie Puder noch auf deiner Haut
Nicht die Reinheit macht dich rein,
Sondern der Wille zu ihr und die
Innere Erkenntnis. Erster Schritt

Nun Phoenix, komm her, lass uns
Finden, was dein Äußeres dem Inneren
Angleicht und lass uns gemeinsam
Die Asche von deinem Haupt wegklopfen

Als reines Wesen aus der Asche,
Noch in Asche, um dann von der Asche
Zur vollkommenen Erneuerung
Aber nicht allein - mit mir


Lauter Raum

Manchmal sitz' ich in lautem Raum
Den Blick auf meines Kleides Saum
Hör' Stimmen wie beim Opernball
Und warte auf den Seelenfall

Champagner, Sekt und ein Glas Wein
Soll'n heute dein Begleiter sein
Beschwipst ist auch der Todfeind nett
Und schöner Partner für dein Bett

Wird viel geredet, hier und dort
Ich träum' mich an 'nen ander'n Ort
Ich mag die leere Hülle nicht
Den Prunk, der viel zu viel verspricht

Wenn abends dann im Kämmerlein
Ihr trinkt den letzten Tropfen Wein
Dann schütt'le ich entsetzt das Haupt
Ist fragen nach dem Sinn erlaubt?


(Selbst)!Achtung!

Begegne mir mit Nachsicht
Denn ich bin nicht perfekt
Ich wär’ an meinen Fehlern
Schon einmal fast verreckt

Begegne auch den ander’n
Mit Vorsicht und Bedacht
Du weißt nicht was dein Nachbar
Schon alles durchgemacht

Doch eins möchte ich sagen
Gib mehr noch Acht auf dich
Wenn du dich selbst nicht achtest
So achtest du nicht mich


Lebensrad


Manchmal wenn ich beschreite
Den lichterreichen Pfad
Und auf den Zeiten reite
Spür' ich das Lebensrad

Doch einfach ist nicht immer
Balance zu halten, sacht
Nur kläglich kommt der Schimmer
Dann in die kalte Nacht

Kein Ritt ist jemals eben
Kein’ Zeit der and’ren gleicht
Das nenne ich dann Leben
Was hält die Fäden seicht


(Liebes)Tod

Manchmal, ganz leis, zu später Stund'
Denk ich an Dich zurück
Da wird es mir ums Herze Wund
Vertan hab ich mein Glück

Wenn dann mein Blick dein Bilde streicht
Spür ich in mir den Pfeil
Der sich ins Herze bohrt mir seicht
Wenn einsam ich verweihl

Hast wahrlich schöne Zeit gebracht
Hab guten Dank dafür
Dank Dir hab ich so viel gelacht
Dir Ehre, wie's gebühr!

Erlauben kann ich mir nicht lang
An Dich zu denken stark
Weil ich dann um mein Leben bang
Mein Herz in Richtung Sarg


Linsentrübung

Ich erfahre eine betrübende
Schwere, die mich
Von Zeit zu Zeit festkettet
Die Sonne quält mich,
Da meine trübe gewordenen Augen
Sie nicht mehr ertragen können.
Schwer sind auch die Züge
Die meine Mimik darstellen sollen.
Ich bin der Tropfen, der
Das Fass zum überlaufen bringt


Wie angegossen

Du presstest mich in eine Form
Die mir wie angegossen passt
Mit viel Mühe und Sorgfalt
Hast du mich zurechgebogen,
Damit ich sie völlig ausfülle
Und hast mich dann
Als der Anblick dir zu
Langweilig erschien, einfach
Zurückgelassen. Die Form, ja,
In der Form stecke ich nun fest


Dein Weh

Dein Weh liegt auf meiner Schulter
Es drückt mich nieder,
Wenn ich gehen will
Es presst sich auf meinen Brustkorb,
Wenn ich schlafen will
Es liegt wie Blei auf mir,
Wenn ich aufstehen möchte
Es reißt mich in die Tiefe,
Wenn ich zu schwimmen versuche
Beim letzten bin ich ertrunken


Chemische Reaktion

Liebe - eine chemische Reaktion im Hirn
Mensch - eine Ansammlung von Zellen

Was passiert, wenn bei einer Ansammlung von Zellen eine chemische Reaktion im Hirn stattfindet, die dazu führt, dass die Ansammlung von Zellen eine andere Ansammlung von Zellen ganz nett findet? Ist das dann Chemie? Oder ist das Liebe? Oder ist gar Liebe nur Chemie? Spielt das überhaupt eine Rolle?

Ein-samkeit

Einsamkeit - etwas Schlechtes?
Gefürchtet, verhasst?
Warum denn nicht auch mal einsam sein?
Ein-sam sein? Für mich, allein.
Damit ich mein Ich entdecke, erkenne, pflege,
Eins werde mit mir selbst.
Und danach vielleicht (wieder) zwei-sam sein.
Zeit der Ein-samkeit - eine Dürreperiode?
Oder eine Basis, durch die Selbsterkenntnis
Mit anderen wieder in Kontakt zu treten?
Es kann sicherlich beides sein.
Entscheidend ist nur, was du daraus machst.


Rote Flüsse

Sämtliche rote Flüsse kennzeichnen die
Ebene Landschaft auf rosa Grund
Lasst mich euch folgen, denn ihr erzählt
Brennende Geschichten von
Sämtlichen Kriegen, die man an euren Ufern austrug
Traumgleich folge ich euren Läufen und bemerke, dass
Viele von euch schon versiegt sind und
Einige fast überflutet werden von den Wassermassen
Rasend schnell verbreitet ihr euch und
Lasst fast keine Zeit, eure Geschichte zu verstehen
Entsprungen seid ihr vor nicht allzu langer Zeit und nun
Treibt ihr euer Unwesen immer mehr, bis ihr
Zunehmend alles Land vernichtet
Und denen, die das trockene Ufer brauchen
Nehmt ihr die letzte Hoffnung, bis ihr
Gänzlich zum Meer werdet

Verliebtheitskummer

Leidenschaft, geweckt durch Unerreichtes
Ist der Boden für Illusionen, die in das
Erhabene Objekt der Liebe dringen,
Bis sich dieser Gedanken festigt
Ein rationales Betrachten der Stärken und Schwächen
Stellt sich als ein schwieriges Unterfangen dar
Kaum kann die Illusion enttäuscht oder aufgehoben werden
Und macht das nicht erreichte Objekt perfekt, denn
Man hat keine Chance, dieses wirklich kennezulernen
Mühselig will man sich entfesseln, doch
Eingebrannte Muster lassen dies nicht mehr zu
Rost klebt an deinem Herzen, kratz es ab!

Mensch-Sein heute

Manchmal fühle ich mich
Entstellt von all dem, was gegen die
Normalitäten meines Ursprungs geht
Sicher muss ich damit leben, ich hab doch keine
Chance gegen euch. Im goldenen Käfig
Haltet ihr mich gefangen

Hassliebe

Hast du schon bemerkt, dass ich
Angefangen habe, dich zu lieben?
Sag mir, dass es dir auch so geht
Sonst muss ich dich
Entgültig aus meinen Gedanken verbannen und
Nach allen Kräften hassen


Nur ein Krümel

Du fragst dich, warum ich den Krümel nicht essen kann?
Du siehst ja auch nicht, was ich schon alles geschluckt habe

Friedensdolch

Wie kannst Du Frieden wollen, wenn Du hinter Deinem Rücken einen Dolch in der Hand hälst, für den Fall, dass ja doch irgendwann noch einmal Krieg sein könnte?

4.9.06 15:15, kommentieren

~~*~~Schatz, melde dich, ich vermiss dich.. ~~*~~

Nicht hoffend –
Hoffnung gefunden
ein kleines Stück des weiten Himmels
Ein Lächeln
Die Welt sieht besser aus
Das Leben macht wieder Spaß
 
Angst –
Vor den Gefühlen, die mich erfüllen
Angst –
Vor den Erinnerungen, vor der Zukunft
Angst –
Sich aufzugeben
Gebrochen und allein dastehen
 
Verletztes kleines Etwas
 
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
 
Draußen naht der Tag
Ich schlafe noch tief,
doch Meine Gedanken sind unablässig bei dir,
„Wie geht es ihm? Was macht er grad?“
und bin ich dann wach,
gilt mein erster Gedanke dir.
Blicke aufs Handy
„Schreibt er mir?“
Erfüllt von tiefer Sehnsucht
Verzehrend nach dir, deiner Stimme
Deinem Geruch.
Der Tag vergeht
Und immer noch nichts
Von dir gehört, viel an dich gedacht,
was hast du gemacht, wie geht es dir?
Hast du evt.
Auch an mich gedacht?
 
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
 
Möchte mir nicht irgendwas einreden
Was dann eh nicht stimmt
Möchte mich nicht selbst aufgeben
Und feststellen, ich hab mich verloren
Möchte mir nicht Gedanken machen
Über Sachen, die nicht real sind.
Möchte nicht aufwachen
Und merken, das alles nur ein Traum war
Möchte nicht, dass du mich fallen lässt
Wo du mir doch grad er’s hoch geholfen hast.
Möchte mir einfach nicht vorstellen
Was sein könnte
Wo du bist...
Was du machst...
Mit wem...
Ob du mich brauchst...
Oder vllt auch nicht...
 
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
 
Die Welt könnte so schön sein
Doch sie ist es nicht
Eigentlich
Fühl mich geborgen, geliebt
Sicher, wohl
Und doch Du bist so fern von mir
Statt deiner Wärme, fühl ich nur
Die eisige Kälte der Einsamkeit
Neben mir
Hat sie etwa wieder
Deinen Platz eingenommen?
Warst du nicht stark genug
Gegen sie?
Oder wolltest du mich einfach nicht?
 
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
 
Was bin ich schon?
Was bin ich schon
Bin weder besonders hübsch
Noch besonders lieb
Bin nicht reich und nicht berühmt
Ich bin bloß ich Einfach nur ein gewöhnliches
Weibliches Wesen
Ich kann dir nichts besonderes geben,
alles was ich hab,
gehört dir schon
was du dir auch wünscht
ich würd’ es dir geben
irgendwie
würde ich es für dich bekommen
Aber ob du mich
- so gewöhnlich wie ich bin-
überhaupt willst
das weiß ich nicht
denn
was bin ich schon?
- Ein Mensch der liebt!
 
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
 
(c)ivo 16.9./17.9.2006

17.9.06 19:25, kommentieren